Giaupass
(Passo di Giau)

Scheitelhöhe / Höhenunterschied

2233 m (Denzel, 21te Ausgabe), 2236 m (Schild am Giaupass)
von Pocol ca. 700 m / von Abzweigung SS.251 ca.
900 m

Straßentyp

Sehr gut ausgebaute Passstrasse mit Randabsicherungen und Lawinenschutzbauten auf der Südrampe

Straßenbelag / -güte

Asphalt (durchgehend) / überwiegend staubfrei /  teilweise Belagwechsel und etliche Strassenschäden auf der Nordostrampe / Südrampe in super Zustand !

Anforderungsgrad (siehe Link)

AS 2 (Nordrampe) / AS 2 - (AS 3) (Südrampe)

Geöffnet von/bis (laut ADAC)

ganzjährig

Fahrbahnbreite

5 - 7 m

Kehren

Nordostrampe 31, Südrampe 29 Kehren = 60 (eigene Zählung / Denzel, 21te. Ausgabe)

Länge der Strecke

22 km von Pocol (I) bis Selva di Cadore (I)

Steigungsmaxima

Auf beiden Passrampen max. 12 %
(Denzel, 21te Ausgabe)

Anfahrts-Empfehlung

Von Süden über Selva di Cadore (I) vorher Fedaiapass oder Forcella Staulanza

Anfahrts-Alternative

Von Nordwesten über den Falzaregopass oder Cortina d´Ampezzo (I)

Denzel-Kennziffer

274 (Denzel, 21te Ausgabe)

Tips und Hinweise

Landschaftlich sehr interssante Alpenstrasse. Von der Passhöhe wunderbarer Blick auf die Felsengruppen des Gusela (2595 m), Nuvolau (2574 m) und Averau (2647 m). Auf der Passhöhe gibt es ein kleines Restaurant und glücklicherweise genügend Parkmöglichkeiten. Im Wald auf der Nordrampe viele Wanderparkplätze und Picknick-Möglichkeiten. Trotz Nebenstrecke zur gr. Dolimtenstrasse relativ viel los bei schönen Wetter wg. der Nähe zu Cortina d´Ampezzo.

Meine Bewertung

Den Giaupass haben wir am 29.08.2002 unter die Räder genommen. Nach der Passage durch Cortina eine Wohltat. Auch die Anfahrt bis Pocol (1527 m) war nicht sehr schön wg. der schlechten Belagqualität (Längs- und Querfräsungen) - dieser Teil der Strasse gehört zum Falzarego-Pass. Nach Überquerung des Falzaregobaches hatten wir mächtig Spass auf der Nordrampe mit den 31 Kehren. Nachdem die Wanderparkplätze im unteren Drittel passiert sind, kann man beherzt aufgeigen. Überholen ist auch gut möglich. Leider waren wir viel zu schnell oben. Die Südrampe zeigt sich in einem besseren Zustand, vor allem durch ihren homogenen und sehr griffigen Asphalt. Aus diesem Grund waren wir am 30.08.2002 nochmal am Giau, um die Nord- und Südrampe mehrmals hoch- und runterzubrausen. Die Südrampe ist dabei klar der Favorit, da mehr Grip, breiter und übersichtlicher. Vor allem die letzten Kurven und Kehren vor der Passhöhe bedeuten Vollgas im 1ten und 2ten Gang.
Am 27.07.2006 haben wir unseren Passfavorit in Italien wieder mal einen Besuch abgestattet. Die Nordostrampe von Pocol war sehr enttäuschend. Viele Strassenschäden die sehr unprofessionell geflickt waren und unheimlich viel Dreck in der unteren Hälfte der Nordrampe trübten den Fahrspass deutlich ein. Die Passhöhe mit Ihrem “wahnsinns” Dolomiten-Panaorama entschädigt dann aber für alles !!!
Fazit: Was den Fahrspass und die Abwechselung angeht, bis jetzt klar die Nr. 1 in Italien und die Nr. 2 nach dem San Bernardino ! Darf bei einer Dolomiten-Sause in KEINEM FALL fehlen !!!

Gefahren und besondere Hinweise

Vorsicht auf der Nordostrampe im unteren Drittel. Hier gibt es viele Parkplätze für Wanderer und Leute die Picknick machen. Somit ist mit Haustieren, Kindern und anderen orientierungslosen Lebewesen auf der Fahrbahn zu rechnen. Das kann böse ins Auge gehen, wenn Du zu schnell bist. 2006 haben wir festgestellt, das die Norostrampe vom letzten Winter sehr viele Strassenschäden aufweisst. Dies gilt vor allem für die untere Hälfte der Nordrampe.

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Dolomiten (I)